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Die 10 bemerkenswertesten Leuchttürme auf Malta

Malta liegt im Herzen des Mittelmeers, genau auf der Route zwischen Gibraltar und dem Suezkanal, und hat seit der Antike eine strategische Bedeutung gehabt, die weit über seine geringe Fläche hinausgeht. Phönizier, Römer, Normannen, Johanniterorden und Briten — alle erkannten, was dieses Archipel von drei Inseln seinen Besitzern bot: eine natürliche Hafenfestung mitten im Seeweg zwischen Europa und dem Orient. Die Beleuchtung der Küsten Maltas hat eine ebenso lange Geschichte; die Entwicklung des modernen Leuchtturm-Netzes fällt jedoch in die Periode der britischen Herrschaft zwischen 1800 und 1964, als Trinity House und später die maltesische Behörde die Hauptseezeichen errichteten und verwalteten. Die Türme, die aus dieser Zeit stammen, verbinden britische Ingenieurskunst mit dem goldgelben Kalkstein der maltesischen Inseln.

1. Leuchtturm St. Elmo, Valletta

Der Leuchtturm von Fort St. Elmo steht auf der Spitze der Halbinsel, die den Großen Hafen von Valletta von Marsamxett Harbour trennt, und ist das älteste aktive Leuchtfeuer Maltas. Eine erste Laterne wurde hier während der Großen Belagerung von 1565 in Betrieb genommen — die Johanniter nutzten sie zur Orientierung ihrer eigenen Schiffe. Der heutige Turm, ein schlankes weißes Oktogon auf dem Dach der historischen Festung, wurde 1909 errichtet und zeigt ein weißes Blitzlicht mit einer Reichweite von 15 Seemeilen. Fort St. Elmo ist ein Nationalmuseum für Krieg; der Turm steht auf dem Festungsdach, das in der Saison besichtigt werden kann. Die Lage — zwischen dem Grand Harbour auf der einen und Sliema auf der anderen Seite — macht diesen Punkt zu einem der fotogenischsten der ganzen Insel.

2. Leuchtturm Delimara, Marsaxlokk

Der Leuchtturm Delimara steht auf der südöstlichen Landzunge von Malta, dem Kap Delimara, und markiert die Ansteuerung an den Fischereihafen Marsaxlokk sowie die Riffe entlang der Ostküste. Er wurde 1853 von der britischen Kolonialverwaltung errichtet und ist ein weißer zylindrischer Turm von 20 Metern Höhe. Sein weißes und rotes Sektorlicht reicht 18 Seemeilen: weiß zeigt die Freiwasserzone, rot warnt vor dem Riff an der Spitze des Kaps. Delimara ist heute der Standort eines Kraftwerks; der Leuchtturm steht innerhalb des Kraftwerksgeländes, ist aber von der Küstenstraße aus gut sichtbar. Marsaxlokk selbst ist bekannt für seinen Sonntagsmarkt und die farbenfrohen Luzzu-Fischerboote.

3. Leuchtturm Giordan, Gozo

Auf dem höchsten Punkt der Insel Gozo — dem Tafelberg Ġordan, 165 Meter über dem Meer — steht der Giordan-Leuchtturm, der in seiner Höhenlage zu den auffälligsten Navigationspunkten des gesamten zentralen Mittelmeers gehört. Errichtet 1853, war der Turm ursprünglich 9 Meter hoch; die Gesamthöhe des Feuers über dem Meeresspiegel von über 170 Metern macht ihn trotzdem zu einem Leuchtfeuer mit einer Reichweite von 26 Seemeilen. Er zeigt ein weißes Blitzlicht. Der Tafelberg Ġordan ist per Auto oder Roller von Victoria (Rabat) aus in wenigen Minuten erreichbar; das Gelände um den Leuchtturm ist öffentlich zugänglich und bietet einen Panoramablick über Gozo, Comino und die maltesische Hauptinsel.

4. Leuchtturm Benghisa, Benghisa

Das Leuchtfeuer Benghisa steht auf dem gleichnamigen Kap an der südlichen Küste Maltas, östlich von Marsaxlokk. Es markiert die Felskliffe des Vorgebirges und hilft Schiffen, die die Südostecke der Insel runden, die richtigen Kurs zu halten. Der Turm wurde im frühen 20. Jahrhundert errichtet und zeigt ein weißes Blinkfeuer mit einer Reichweite von etwa 12 Seemeilen. Das Kap Benghisa ist Teil des Marsaxlokk-Gebiets; der Leuchtturm ist von der Küstenstraße aus sichtbar, aber auf privatem Grund.

5. Leuchtturm Ahrax Point, Mellieħa

Ahrax Point liegt an der nordöstlichen Spitze Maltas, gegenüber der Insel Comino, und markiert die Einfahrt in das seichte Wasser zwischen Malta und Gozo. Ein kleines Leuchtfeuer warnt hier vor der Untiefe, die sich von der Spitze aus ins Meer erstreckt. Das Feuer ist eine moderne Anlage; die Küste um Ahrax ist zerklüftet und dank des Kristallklaren Wassers ein beliebter Schnorchelspot. Die Bucht von Armier, einen Kilometer entfernt, ist im Sommer der beliebteste Strand dieser Gegend.

6. Leuchtturm Filfla, Filfla-Insel

Die unbewohnte Felseninsel Filfla, drei Kilometer vor der Südwestküste Maltas, war ab 1880 mit einem kleinen Leuchtfeuer ausgestattet, das Schiffen die Passage zwischen Filfla und dem Malta-Hauptkap erleichterte. Die Insel diente im 20. Jahrhundert als Bombenabwurfziel der britischen und amerikanischen Streitkräfte und ist seitdem Naturschutzgebiet; die Anlage ist automatisiert. Filfla ist von der Küste gut sichtbar und von Bootsfahrten aus dem Hafen Wied iż-Żurrieq erkennbar.

7. Leuchtturm Tas-Sikka, Marsamxett

Das Leuchtfeuer Tas-Sikka steht am nordwestlichen Ufer des Marsamxett Harbour, dem Hafen nördlich von Valletta, und markiert die Einfahrt für Schiffe, die den Hafen von Norden her anlaufen. Es handelt sich um eine bescheidene Anlage aus dem 20. Jahrhundert auf einem kurzen weißen Turm. Marsamxett ist heute vor allem als Sportboothafen bekannt; Valletta und der Grand Harbour sind zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.

8. Leuchtturm Grand Harbour Breakwater, Valletta

An der Spitze des langen Wellenbrechers, der den Grand Harbour von Süden schützt, steht ein kleiner Leuchtturm auf dem Breakwater Kopf. Er wurde im frühen 20. Jahrhundert errichtet, als die britische Marine den Wellenbrecher baute, der Grand Harbour für Schlachtschiffe zugänglich machte. Das rote Blinkfeuer markiert die Spitze des Wellenbrechers und ist bei Einfahrten in den Hafen gut sichtbar. Der Wellenbrecher selbst ist nicht öffentlich zugänglich.

9. Leuchtturm Ras il-Qala, Gozo

Ras il-Qala ist das östlichste Kap von Gozo und markiert die Einfahrt in den Meerbusen zwischen Gozo und der Nordküste Maltas. Ein automatisiertes Leuchtfeuer auf diesem Kap warnt vor den Felsuntiefen. Die Gegend um Ras il-Qala ist wild und wenig bebaut; schmale Wege führen durch Feigenplantagen und Steinmauern zum Klippenrand. Wanderer schätzen diesen wenig bekannten Teil von Gozos Ostküste.

10. Leuchtturm Comino, Comino

Auf der kleinen Insel Comino — bekannt für die Blaue Lagune, die im Sommer von Booten überschwemmt wird — steht ein kleines Leuchtfeuer auf der nördlichen Spitze der Insel. Es markiert die schmale Durchfahrt zwischen Comino und Gozo, die von Küstenfahrern und Sportseglern genutzt wird. Das Feuer ist automatisiert. Comino hat keine ständige Zivilbevölkerung mehr; ein ganzjährig betriebenes Hotel und die Wachttürme aus der Johanniter-Zeit prägen die Insel. Sie ist per Fähre von Cirkewwa auf Malta oder von Gozo erreichbar.

Praktische Hinweise

Malta ist ganzjährig besuchbar, am angenehmsten von April bis Juni und von September bis November, wenn Temperaturen und Touristendichte moderat sind. St. Elmo in Valletta und Giordan auf Gozo sind die am leichtesten zugänglichen und historisch bedeutendsten Türme; Delimara und Ahrax sind per Auto gut erreichbar. Alle Leuchtfeuer des maltesischen Archipels — Malta, Gozo und Comino — sind auf Karte öffnen kartiert.